Das Gebäude wurde als urbaner Organismus in der vertikalen und der horizontalen erlebt. Zwei Atrien bilden das Herzstück dieser Struktur. Die zwei Atrien, kombiniert mit je einem Treppenhaus und je einem Lift, sind emotionale Orientierungspunkte in der Erschliessungsstruktur. Auf den Stockwerken wird die urbane Struktur mit Abfolgen von Gängen und Plätzen, die als Wartebereiche und Treffpunkte dienen, weitergeführt. Es wurden ca. 170 grosse und kleine Räume über diese Hauptstruktur urban erschlossen. Besucher, Patienten oder Angestellte sollen das Erreichen dieser Räume als lustvolles Erlebnis erfahren. Beim Durchwandern der Stockwerke und Gänge eröffnen sich den Besuchern immer wieder neue Blickwinkel, die das Gebäude als Organismus erlebbar machen und die Orientierung zu einem positiven Erlebnis werden lassen. Dies wird auch mit einem erfrischenden Farb- und Materialkonzept, das die Stockwerke lesbar macht, unterstützt. Das Erdgeschoss mit Empfang für die Tagespatienten und dem Restaurant beherbergt auch kleine und grosse Sitzungszimmer, die von externen Gruppen gemietet werden können. Die sehr zentrale Lage, unmittelbar am Bahnhof, und das Restaurant im Hause machen diese Nutzung attraktiv.
Das Restaurant im Erdgeschoss mit Terrasse wird vom Verein Förderraum betrieben. Die gesamte Küchenstruktur entspricht den neuesten Erkenntnissen der Gastronomie und lässt nicht zu wünschen übrig.
Im Gegensatz dazu, wird dem Gastbereich eine emotionale Note eingepflanzt. Dies ist etwa ein altes Fischgratparkett, Barlampen und eine alte Bar mit einer Theke aus Zinn. Das alles sind Einzelstücke aus dem letzten Jahrhundert aus dem Raume Paris. Dies als Metapher und Link zum Bahnhof und der grossen weiten Welt, die über das Schienennetz verbunden ist.
In den drei Obergeschossen unter dem Attikageschoss befinden sich sämtliche Therapieräume und die Verwaltung.
Im Attikageschoss sind die Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste St. Gallen untergebracht. Eingerichtet auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit Aussenbereichen, gibt dieses Stockwerk natürlich auch wunderschöne Ausblicke in die Umgebung frei.
Das Gebäude an und für sich sucht die Verbindung zum Dorfkern von Sargans. Deshalb soll ikonografisch betrachtet das Haus Wohnen vermitteln und nicht Industrie. Mit einer Klinkerfassade im Sockelbereich, einer Lochfassade mit akzentuierten Fenstern und einem grobkörnigen Verputz wird die Verbindung hergestellt. Diese architektonische Haltung lässt den Bahnhof, der im Moment noch an der Peripherie von Sargans steht, etwas mehr in die Mitte rücken. Auch soll dieses Projekt für weitere Bauaktivitäten diesseits der Geleise motivieren.
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